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Einstellungs-Tipps

Was ist Reverse-Recruiting und wie kann es effektiv umgesetzt werden?

Was, wenn die besten schon vergeben sind und die, die aktiv suchen, gar nicht zu Ihren Wunschkandidaten gehören? Dann kommt Reverse Recruiting ins Spiel. Der neue Trend im Recruiting stellt einen kompletten U-Turn dar, bei dem der Bewerbungsprozess radikal umgekehrt wird.

Warum sich die Strategie lohnt und welche ersten Schritte Sie machen sollten, lesen Sie hier.

Was ist Reverse Recruiting?

Die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt erfordert neue Strategien, um passende Arbeitnehmer für ein Unternehmen zu gewinnen. Eine dieser Strategien ist das Reverse Recruiting.

Dahinter verbirgt sich ein Trend in der Personalbeschaffung, der sich in Zukunft wohl immer mehr durchsetzen wird. Beim „umgekehrten Recruiting“ warten Unternehmen nicht mehr darauf, dass sich qualifizierte Kandidaten auf Stellenanzeigen bewerben, sondern werden aktiv und schicken eine Bewerbung an ihren Wunschkandidaten.

Warum wenden immer mehr Unternehmen Reverse Recruiting an?

Weil die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt es erfordert.

Fachkräftemangel bedingt durch den demografischen Wandel und sich ändernde Erwartungen an die perfekten Arbeitsbedingungen machen es Unternehmen nicht leicht, Talente zu gewinnen und langfristig zu halten.

Es ist in vielen Unternehmen Realität: Sie suchen sich nicht mehr die Bewerber aus, sondern müssen sich aussuchen lassen. Wer diese Tatsache nicht einfach hinnehmen will, sondern das Beste daraus machen möchte, entscheidet sich für das Reverse Recruiting.

Wer dagegen an Altbewährtem festhält, dem entgehen die heiss begehrten Fachkräfte.

Die notwendige Infrastruktur für die neue Recruiting-Strategie gibt es bereits. Im Internet finden Sie Plattformen wie TieTalent, die herkömmliche Recruiting-Plattformen in Zukunft möglicherweise ganz ablösen – zumindest in Bereichen, in denen qualifiziertes Personal knapp ist.

Was ist der Unterschied zwischen Reverse Recruiting und Active Sourcing?

Reverse Recruiting und Active Sourcing sind nicht das Gleiche.

Beim Active Sourcing stellt ein Unternehmen den ersten Kontakt zu einem interessanten Kandidaten her. Damit werden auch Talente erreicht, die aktuell passiv sind und sich nicht aktiv auf Stellenangebote bewerben.

Beispiel: Ein Personalverantwortlicher schreibt auf Recruiting-Plattformen relevante Profile an und lädt diese ein, sich beim Unternehmen zu bewerben.

Das Reverse Recruiting endet nicht in einem regulären Bewerbungsverfahren. Der Bewerbungsprozess wird umgekehrt und ein Arbeitnehmer bewirbt sich mit Unterlagen wie einer „Bewerbungsmappe“ bei ausgewählten Kandidaten.

Beispiel: Ein Personalverantwortlicher-einfacher-machen/41) findet auf Plattformen wie TieTalent einen Kandidaten, der den Anforderungen für eine Stelle entspricht und bewirbt sich bei diesem als neuer Arbeitgeber.

Was sind die Vorteile des Reverse Recruitings?

Der wichtigste Vorteil ist derzeit, dass Sie mit Reverse Recruiting Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus sind. Noch nicht jedes Unternehmen nutzt diese Rekrutierungsstrategie. Der Wettbewerb auf Plattformen ist deshalb noch überschaubar.

Ähnlich wie beim Active Sourcing können Sie mit passiven Kandidaten in Kontakt kommen, die sich beim herkömmlichen Rekrutierungsprozess nicht beworben hätten. Wer als Unternehmen bewusst nach Talenten weltweit sucht, kann beim Reverse Recruiting sehr gezielt vorgehen.

Mit einer individuellen Bewerbung erhalten Sie von qualifizierten Kandidaten sehr viel Aufmerksamkeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Talente mit Ihrem Unternehmen auseinandersetzen, ist sehr hoch, was letztlich effektiver ist als das blosse Active Sourcing.

Die Vorteile zusammengefasst:

  • Wenig Konkurrenz beim Reverse Recruiting
  • Ansprache passiver Kandidaten
  • Einfache Ansprache internationaler Talente
  • Erzielt viel Aufmerksamkeit beim Wunschkandidaten

Wie genau funktioniert Reverse Recruiting?

Für das Reverse Recruiting wird eine Plattform benötigt, auf der sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber finden können. Hierbei handelt es sich in der Regel um Online-Plattformen, auf denen sich Unternehmen und Talente registrieren und ein Profil erstellen können.

Neben persönlichen Angaben zu Kriterien wie Berufserfahrung, Fähigkeiten, Fachkenntnissen, Qualifikationen, Gehaltsvorstellungen und beruflichen Zielen können Talente angeben, welche Grösse der Arbeitgeber haben soll und welcher Standort und welche Branche bevorzugt werden.

Unternehmen erhalten dann anhand der Vorstellung ihres Wunschkandidaten relevante Treffer. Kommt es zu einem Match, kann sich das Unternehmen bewerben.

Neben der digitalen Welt wird Reverse Recruiting auch im Rahmen von Offline-Events durchgeführt. Der direkte Kontakt hat Vorteile: Er vereinfacht die Kommunikation und lässt einen besseren ersten Eindruck zu. Unternehmen wie Porsche, PwC, Otto Group oder Capgemini haben schon an solchen Events teilgenommen.

Für Unternehmen funktioniert Reverse Recruiting nur, wenn diese bereit sind, komplett umzudenken. Ein Unternehmen, das sich bei Kandidaten bewirbt, nimmt eine schwächere Position ein und begegnet dem Kandidaten auf Augenhöhe. Hier gilt es mutig zu sein und sich auf die Veränderung einzulassen.

Was sollte für ein erfolgreiches Reverse Recruiting beachtet werden?

Beachten Sie unsere drei Tipps für ein erfolgreiches Reverse Recruiting.

1. Die passende Reverse Recruiting-Plattform

Zunächst müssen Sie sich für eine Plattform entscheiden, auf der Sie mit Kandidaten gematcht werden können.

Normalerweise ist die Registrierung kostenlos, sodass Sie sich selbst einen Eindruck von der jeweiligen Recruiting-Plattform machen können.

Es ist ratsam, auf die Ausrichtung der Plattform zu achten. Gibt es Industrien oder Fachbereiche, auf die der Anbieter sich spezialisiert hat? Suchen Sie sich die passende Plattform aus und probieren Sie im Zweifelsfall mehrere zum Vergleich aus.

2. Employer Branding und Angebot

Reverse Recruiting ist eine Strategie, die das bisherige Personalmanagement „nur“ ergänzt. Damit Kandidaten auf Ihre Bewerbung reagieren, müssen Sie als Arbeitgeber attraktiv sein – und das auch kommunizieren.

Employer Branding und Angebote, die Arbeitnehmer nicht erwarten oder kennen, sind deshalb Teil der Reverse Recruiting-Strategie. Beispiele wie eine automatische Gehaltserhöhung nach einer bestimmten Zeitspanne finden Sie in unserem Beitrag zum Mitarbeiter-Recruiting.

3. Investieren Sie Zeit

Fragen Sie sich einmal, wie gut Sie sich bei Ihrer letzten persönlichen Bewerbung verhalten haben. Wie gut haben Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt und wie viel Zeit haben Sie investiert, bevor Sie Ihre Bewerbung abgeschickt haben? Beim Reverse Recruiting ist das sehr ähnlich.

Die Bewerbung sollte zeigen, dass Sie sich intensiv mit dem Profil des Kandidaten auseinandergesetzt haben und dieser nicht einer von vielen ist, den Sie auf gut Glück anschreiben. Weniger ist oftmals mehr. Schreiben Sie daher immer eine individuelle Bewerbung.

Und vielleicht wird Ihnen schon bald die Frage „Warum haben Sie sich beworben?“ gestellt, anstatt dass Sie Ihrem Wunschkandidaten diese Frage stellen.

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